Tagung & Fest – 20 Jahre ÖfS

IMMER HAT ALLES LÄNGST BEGONNEN

Wir feiern die ersten 20 Jahre des ÖfS und alles, was noch kommen mag

Wir blicken zurück auf eine bewegte und bewegende Zeit, in der das ÖfS zu einem lebendigen Netzwerk geworden ist, in dem Austausch und gemeinsames Wachstum an erster Stelle stehen.
Systemische Aufstellungsarbeit als wertvolle Methode ins öffentliche Bewusstsein zu bringen und verlässliche Kriterien für die Qualitätssicherung zu schaffen, waren seit jeher zentrale Anliegen.

Heute kann das ÖfS mit Stolz das Ergebnis dieser Bemühungen teilen:
Systemische Aufstellungsarbeit und die Qualifikation „Zertifizierte:r Systemaufsteller:in“ sind seit 2025 auf NQR-6-Niveau anerkannt.

All dies ist Grund zu feiern – und das wollen wir in bester ÖfS-Weise tun!

Geschenk wird überreicht

Programm

Gemeinsam spannen wir den Bogen von den Anfängen der Aufstellungsarbeit und des Vereins über ihre Entwicklung bis heute,
um dann den Blick in die Zukunft zu richten und zu erkunden, wohin die Reise weitergehen kann.

Freitag, 04. September


Ab 09:00
Ankommen
10:00 10:45
Come Together & Eröffnung
10:45 11:00
Pause
11:00 13:00
Seminar Teil 1
13:00 15:00
Mittagspause
15:00 19:00
Seminar Teil 2
19:00
Abendessen

Samstag, 05. September


09:00 13:00
Seminar Teil 3
13:00 15:00
Mittagspause
15:00 15:30
Round Table
15:30 18:00
Erkundungsarbeit mit Georg Müller-Christ
18:00 19:00
Pause
19:00
Fest mit Buffet & Musik

Seminare

Guni Baxa
Christine
Ilse
Georg

„Das Rad als Quelle“ – Guni Baxa

Seit Menschengedenken und in beinahe allen Kulturen dient das Rad als eine „Landkarte des Lebens“. Es umfasst zum einen eine Raumachse (Himmelsrichtungen, Himmel, Erde) als auch eine Zeitachse, die auf dem zyklischen Geschehen beruht, in das alles Existierende eingebunden ist. Tageszeiten, Mondphasen, Planetenkreisläufe, Jahreszeiten, Lebensphasen sind uns von Kindesbeinen an vertraut. Wir haben diese Aspekte in uns, unser Körper kennt sie. Das macht das Rad zu einer so grundlegenden Struktur und Kraftquelle für das Stellen von Systemen.

Diese Fortbildung dient einer ersten Einführung in dieses Ganzheitskonzept, auch im Sinne der Ausgewogenheit von Körper, Herz und Geist – der Entfaltung des „Herz-Geistes“.

Ein gemeinsam durchgeführtes Ritual zum Thema Wandel, praktische Übungen in Kleingruppen und im Plenum verbinden sich mit theoretischen Impulsen und Austausch.

Guni Leila Baxa, Dr. phil., Jg. 1941

40-jährige Berufserfahrung, davon 30 Jahre in freier Praxis als Psychotherapeutin, Supervisorin und internationale Lehrtherapeutin, insbesondere für Dialogisch-Systemische Aufstellungsarbeit. Gemeinsam mit Christine Blumenstein und Siegfried Essen Begründerin von APSYS (Institut für Systemische Praxis), Gründungs- und Ehrenmitglied des ÖfS, Qualified Senior Teacher für Systemische Aufstellungsarbeit

„Ich bin Viele – Aufstellungsarbeit mit der inneren Bühne“ – Christine Blumenstein-Essen

In den letzten Jahren wurden vermehrt Aufstellungsformate für sogenannte „innere Systeme“ entwickelt. Dabei werden, analog zu interaktionellen Dynamiken und Konflikten, auch intrapsychische Prozesse als unterschiedliche Aspekte, „Stimmen“ oder Aktivitäten in Szene gesetzt. Mit Hilfe der Externalisierung dieser Anteile wird eine therapeutische Dissoziation zwischen erwachsenem „Ich“ und unterschiedlichen Persönlichkeitsaspekten (inneren jüngeren Ichs, Symptomen, Impulsen, Reaktionen) möglich.

Diese Aufstellungsmodelle berufen sich auf unterschiedliche psychodynamische, hypnosystemische und körpertherapeutische Konzepte, z.B. systemtheoretische Konzepte zu psychischen Systemen, Ego-State-Arbeit (Fritzsche), Part’s Party (Satir), Psychodynamisch-Imaginative Traumaarbeit (Reddemann), Arbeit mit dem inneren Team (Schulz von Thun) etc.

In diesem Seminar geht anhand von Beispielen und Fragen aus dem Teilnehmer:innenkreis um systemische Aufstellungen rund um Problemstellungen, Ambi- und Polyvalenzen und Symptome. Dabei wird ggf. der Umgang mit traumatischen Situationen zur Anwendung kommen.


Mögliche Fragen dazu können sein:

  • Welche inneren und äußeren Stimmen bedrängen uns mit Blick auf unser gegenwärtiges Lebensthema? … und welche beraten uns?

  • Wie können wir wieder die Regie übernehmen für das Stück, das in unserem Leben „gerade auf dem Programm steht“?

  • Wie können wir das Unberücksichtigte, das Noch-nicht-Gesehene auf die Bühne holen?

Christine Blumenstein-Essen, Jg. 1956

Dipl. Sozialarbeiterin, Psychotherapeutin (SF, IG), Supervisorin und Coach in freier Praxis. Lehrtherapeutin für Systemische Familientherapie (ÖAGG). Tanz- und Bewegungspädagogin. Arbeitsschwerpunkte: Seminare, Aus- und Fortbildungen für Systemische Therapie/Beratung und für Dialogisch-Systemische Aufstellungsarbeit.

„Kommt drauf an …“ – Ilse Gschwend

… eine unbeliebte Antwort auf die Frage: „Was machst Du in einer Aufstellung, wenn …?“
Gleich wenig beliebt die Antwort: „Ich weiß es vorher nicht“.

Ähnlich wie in Therapien oder Beratungen wissen wir vorher und auch immer wieder während einer Aufstellung nicht, wohin der Weg geht, welche Türen aufgehen, ob wir einen neuen Raum betreten oder nur durch ein Fenster hineinsehen werden, ob das Übertreten einer Schwelle erwünscht und auch gestattet ist, oder ob es vielleicht auch ausreicht, erlebt zu haben, dass es da noch etwas anderes gibt, als die bisherige Erzählung beinhaltet.

Und wenn sich ein neuer Raum findet, ist es notwendig, den vollkommen neu zu möblieren? Kann es auch ausreichen, den Raum umzugestalten, nur Details zu verändern, bisherige Möbel an einen anderen Platz zu stellen, um so ein anderes Lebensgefühl zu ermöglichen?

Aufstellungen sind eine Art „Maßschneiderei“ – wir nehmen Maß an der Persönlichkeitsstruktur, an den Kontextbedingungen der Anliegenbringer:innen und an deren Beschreibungen, „die nicht die Ereignisse selbst, sondern Beschreibungen oder Erinnerungen von Ereignissen sind“ (Gregory Bateson). Wir orientieren uns mit Hilfe der Wahrnehmung von Repräsentant:innen, welche Erweiterungen und auch Auslassungen dienlich sein können.

Und letztendlich glauben wir an die Autopoiese von Systemen, die ohnedies nur das nehmen, was sie brauchen können. Alles andere bleibt vor der Türe und das ist gut so!

Ilse Gschwend, Jg. 1946

Systemische Psychotherapeutin, Supervisorin, Coachin, Gründungs- und Ehrenmitglied, langjährige Vorsitzende des ÖfS, Qualified Senior Teacher für Systemische Aufstellungsarbeit, Lehrtherapeutin für Systemische Familientherapie

„Die Qualitäten der heutigen Zeit erkunden“ – Georg Müller-Christ

Die heutige Zeit zeigt sich in besonderen Qualitäten, die wir oft nur ahnen:

  • Beschleunigung und Pausen,
  • dichte Vernetzungen und fragile Stabilität,
  • widersprüchliche Narrative und feine Sinnangebote.

Vertrauen, Teilhabe und die Frage nach Ressourcen und planetaren Grenzen prägen unser Erleben ebenso wie technologische Durchdringung und globale Spannungen.

Erkundungsaufstellungen eröffnen einen Raum, diese Zeitqualität sichtbar zu machen – doppelt verdeckt, frei von Vorannahmen und ohne Fokus auf Defizite. Statt Hypothesen zu bestätigen, folgt die Gruppe der Frage: Wie zeigt sich das System?

So werden Muster erkennbar, die sonst verborgen bleiben. Teilnehmende lernen die Methode kennen, erleben ihre Forschungslogik und erschließen, wie Zeitqualität phänomenologisch erfahrbar wird. Das macht die Aufstellungen zu einem wertvollen Instrument, um unsere Gegenwart in ihrer Tiefe und Vielfalt zu verstehen.

Georg Müller-Christ, Jg. 1963

Professor für Nachhaltiges Management an der Universität Bremen, wo er seit 2015 die Aufstellungsmethode in Lehre, Beratung, Forschung und Fortbildung anwendet. Zertifizierter Aufsteller und Vorstandsmitglied von infosyon, Weiterbildner für Aufstellungsarbeit im Bereich von Organisationen und Management

Anmeldung

Als Fortbildungsveranstaltung zertifitiert:

  • Für Psychosoziale Berater:innen gemäß LSBVO, BGBl 140/2003 idF BGBl 112/2006 mit 13 Zeitstunden (13 ZStd.) bestätigt
  • Für Psychotherapeut:innen gemäß der Fort- und Weiterbildungsrichtlinie für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten des Psychotherapiegesetzes 2024 (PThG 2024) mit 14 Arbeitseinheiten (14 AE) bestätigt

Tagungsbeitrag

Beinhaltet Tagungsunterlagen, Kaffee- und Snackpausen, Mittagessen
Samstag Fest: Buffet inkl. Wein und alkoholfreie Getränke
Early Bird bis 15. März 2026 Tarif ab 16. März 2026
ÖfS-Mitglied € 315,- € 350,-
*Kooperationstarif € 350,- € 390,-
Nicht-Mitglied € 396,- € 440,-

*Kooperationstarif für Mitglieder von DGfS, infosyon, SyStconnect
Stornobedingungen

Tagungsort

Der Trattner – Hotels Trattnerhof & Schöcklblick

Unterer Windhof 15 + 18

A-8102 Semriach

Selbständige Zimmerreservierung aus ÖfS-Kontingent nur DIREKT über Trattner möglich
(Mail: office@dertrattner.at / Telefon: +43 3127 809 60)

Getränke-Sponsor Iby Weingut
Sponsor Hotel Trattner
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